Zahlt die Versicherung bei Fahrerflucht?

Wenn man Opfer einer Unfallflucht ist, steht die Frage im Raum, ob die Versicherung bei Fahrerflucht für die Regulierung des Fahrzeugschadens aufkommt. Hat man eine Kfz-Vollkaskoversicherung, übernimmt die Vollkaskoversicherung die Regulierung des Schadens, wenn der Täter nicht ermittelt werden kann.
Welche Kosten übernimmt die Kfz-Versicherung bei Fahrerflucht?
Hat man keine Vollkaskoversicherung und wird der Täter nicht ermittelt, bleibt man auf den Kosten zur Regulierung des Schadens sitzen.
Muss man den Schaden bei Unfallflucht über die eigene Kfz-Vollkasko regulieren lassen, weil der Unfallflüchtige unbekannt bleibt, erfolgt eine Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse. Wenn man keine Vollkasko hat und der Unfallflüchtige nicht ermittelt wird, bleibt man auf den Kosten für die Regulierung des Schadens sitzen. Man ist sozusagen dreifach durch die Verkehrsunfallflucht gestraft, nämlich mit dem Schaden, den Kosten und den höheren Versicherungsbeiträgen durch die Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse. Man kann sich dann aber an den Verein Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH) wenden. Dieser bietet Unterstützung, wenn man Opfer einer Fahrerflucht wurde. Ist man Unfallflüchtiger und als solcher überführt, zahlt die Kfz-Haftpflicht die Regulierung des Schadens am Fahrzeug der oder des Geschädigten. Aber die Kfz-Haftpflicht kann bis zu 5.000 Euro vom Unfallflüchtigen zurückfordern.

Wie hoch ist die Strafe bei Unfallflucht?

Die Strafe bei Unfallflucht richtet sich nach dem Schaden und dessen Höhe. Handelt es sich um Unfallflucht mit Bagatellschaden, muss man eine geringe Geldstrafe zahlen. Man sollte sich innerhalb von 24 Stunden nach der Fahrerflucht selbst anzeigen. Bei geringen Schäden kann eine Selbstanzeige dazu führen, dass man straffrei ausgeht. Je nach Höhe des Schadens gehören zu den Strafen für Unfallflucht die Geldstrafe, ein Fahrverbot, Punkte in Flensburg oder sogar ein Entzug der Fahrerlaubnis. Es gibt auch Fälle von Unfallflucht mit Personenschaden, für die eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt wird.

Wer zahlt nach Fahrerflucht den Schaden?

Wird der Unfallflüchtige ermittelt, dann zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallflüchtigen die Regulierung des Schadens. Die Versicherung hat das Recht, einen Teil der Kosten bzw. bis zu 5.000 Euro vom Unfallflüchtigen zurückzufordern. Die Kfz-Versicherungen verzichten in der Regel auf diese Rückforderung, wenn man nach einer begangenen Fahrerflucht eine Selbstanzeige erstattet.

Was kann man gegen Unfallflucht machen?

Wenn ein Verkehrsunfall passiert und ein Unfallbeteiligter flüchtet, dann ruft man die Polizei und versucht, vor Ort an der Unfallstelle Zeugen finden. Hat man ein Kennzeichen vom Unfallflüchtigen, ist das ein wichtiger Anhaltspunkt für die Polizei, um den Unfallflüchtigen zu ermitteln.

Was passiert bei Selbstanzeige wegen Fahrerflucht nach 24 Stunden?

Erstattet man innerhalb von 24 Stunden nach der Fahrerflucht eine Selbstanzeige und handelt es sich um einen Sachschaden, kann man von einer Strafminderung ausgehen. Erfolgt die Selbstanzeige nach dieser Frist von 24 Stunden nach dem Unfall, sind die Aussichten auf eine Strafminderung gering, weil die Polizei dann die Ermittlungen bereits aufgenommen hat und Geschädigte bereits eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt haben.

Wann wirkt sich eine Selbstanzeige bei Fahrerflucht strafmindernd aus?

  • Selbstanzeige innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall
  • Unfall darf nicht im fließenden Straßenverkehr passiert sein
  • Schaden darf nur ein Sachschaden sein, bei dem die Regulierung nicht mehr als 1.300 Euro beträgt
  • nach der Selbstanzeige muss der Unfallgegner die Informationen zum Fluchtfahrzeug und die Personalien des Unfallflüchtigen erhalten (Feststellungspflicht § 142 Abs. 3 S. 1 StGB)

Zahlt die Kfz-Versicherung den Schaden nach einer Selbstanzeige?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallflüchtigen übernimmt die Regulierung des Schadens beim Unfallgegner. Aber die Kfz-Versicherung kann vom Unfallflüchtigen bis zu 5.000 Euro zurückfordern und nach der Schadensregulierung den Versicherungsvertrag kündigen. Begeht man eine Unfallflucht und erstattet innerhalb der Frist von 24 Stunden Selbstanzeige, kann es sein, dass die Kfz-Versicherung die Forderung der Erstattung senkt oder ganz auf eine Rückzahlung verzichtet.

Wie lange ist der Führerschein bei Unfallflucht weg?

Begeht man eine Unfallflucht, drohen eine Geldstrafe, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von mindestens drei Monaten. Es gibt auch schwerwiegende Fälle von Fahrerflucht, für die der Führerschein für mindestens sechs Monate entzogen werden kann.

Welche Strafen bei Fahrerflucht mit Sachschaden?

Bei einer Fahrerflucht mit Sachschaden reicht das Strafmaß von einer Geldstrafe und Punkten in Flensburg bis hin zu einem Fahrverbot oder einem Entzug des Führerscheins.

Was tun bei Unfallflucht mit Personenschaden?

Fahrerflucht mit Personenschaden
Begeht man eine Unfallflucht mit Personenschaden, kann man wegen unterlassener Hilfeleistung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt werden.
Passiert ein Unfall mit Personenschaden, ist man verpflichtet, sich um die verletzten Personen zu kümmern und die Unfallstelle abzusichern. Zudem muss man den Notruf und die Polizei informieren. Tut man das nicht und entfernt sich unerlaubt vom Unfallort, macht man sich der Fahrerflucht strafbar.

unerlaubtes Entfernen vom Unfallort § 142 StGBStrafen
mit Sachschaden- Geldstrafe
- Punkte in Flensburg
- Fahrverbot
- Entzug der Fahrerlaubnis
mit Personenschaden- Geldstrafe
- Punkte in Flensburg
- Fahrverbot
- Entzug der Fahrerlaubnis
- Freiheitsstrafe
Mehr Informationen zur Kfz-Versicherung

Quellen & Nachweise

Was man zur Kfz-Versicherung wissen sollte
§ 44 StGB zu Verbotsfristen
§ 40 StGB über die Tagessätze

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Falls noch Fragen offen sind, laden Sie sich auch unseren Fahrerflucht-Ratgeber herunter, in dem die wichtigsten Punkte zusammengefasst werden. Hier geht es zum Fahrerflucht-Ratgeber. Sollten weiterhin Fragen unbeantwortet sein, kontaktieren Sie den Fahrerflucht Anwalt.